Bonns ältestes Auktionshaus - eine Erfolgsgeschichte

Der aus einer alten Bonner Familie stammende Carl Virnich nahm im Jahre 1929 seine Tätigkeit als Sachverständiger und Versteigerer zunächst in der Wilhelmstraße auf und errichtete nach dem Zweiten Weltkrieg in der zerstörten Bonner Innenstadt eigene Auktionsräume. Durch zahlreiche Versteigerungen wirkte er so wesentlich an der Auflösung aber auch an der Ausgestaltung vieler bedeutender Bonner Häuser mit. 

Nach seinem Tod 1967 ging das Auktionshaus auf den Mitinhaber Peter Plückbaum über, der ebenfalls als vereidigter Sachverständiger und Versteigerer tätig war. Innerhalb der Firmengeschichte setzte er einen wesentlichen Meilenstein durch den 1971 eingeweihten Neubau eines eigenen großen Auktionshauses an der nördlichen Bonner Peripherie. In den über 450 qm großen Geschäftsräumen können seitdem die zahlreichen Objekte repräsentativ und großzügig präsentiert werden.
Hier, wie auch 1979 auf dem Bonner Petersberg das geschichtsträchtige Hotelinventar (hierzu Lokalzeit Bonn), werden seitdem hochkarätige Sammlungen, Nachlässe und Einzelobjekte erfolgreich versteigert.

Gesichert wurde der Fortbestand des traditionsreichen Hauses in dritter Generation durch den 1987 erfolgten Eintritt der promovierten Kunsthistorikerin Brigitte Plückbaum-Burgardt, die ihr Studium an der Bonner Universität mit einer Dissertation im Bereich Malerei 19. Jh./frühes 20. Jh. erfolgreich beendete.
Nachdem auch ihr Mann Ulrich Burgardt 1992 mit in das Unternehmen eintrat, übernahmen beide nach Gründung der Auktionshaus Plückbaum GmbH im Jahr 1996 zunehmend die Leitung der Firma. Beide Geschäftsführer sind von der Bonner Industrie- und Handelskammer als Auktionatoren öffentlich bestellt und vereidigt. Darüber hinaus ist Ulrich Burgardt als Vorsitzender des Fachgremiums Versteigerer bei der IHK Bonn tätig. 
Im Jahr 2007 setzte sich Peter Plückbaum im Alter von 80 Jahren endgültig zur Ruhe.  Er verstarb am 2. Oktober 2018 im 92. Lebensjahr.

In der Folgezeit wurde die langjährige Tradition weiter gepflegt, das Familienunternehmen aber mehr und mehr zu einem auch international bekannten und geschätzten  Kunstauktionshaus mit weltweitem Kundenstamm weiter entwickelt. 

In drei großen Kunstauktionen pro Jahr wird ein vielfältiges Angebot alter und neuer Kunst, Gemälde, Ikonen und Grafik, Möbel, Orientteppiche, Schmuck, Silber, Porzellan, Skulpturen, Bronzen, Uhren, Glas und andere hochwertige Antiquitäten bzw. komplette Sammlungen erfolgreich versteigert. 
Zusätzlich finden jährlich etwa vier Pfandversteigerungen für das alte Bonner Pfandhaus Greven statt.

In den vergangenen Jahren wurden die Versteigerungsumsätze kontinuierlich gesteigert. Besonders zum 80. Jubiläum im Jahre 2009 konnten besonders in der Gemäldesparte zahlreiche bedeutende Ergebnisse erzielt werden. Beispielsweise kletterte ein kleinformatiges Tiergartenmotiv Max Liebermanns auf einen Erlös von bemerkenswerten 192.000,- und Abraham van Beyerens „Großes Stillleben mit Nautiluspokal“ wechselte für 56.400,- den Besitzer. Immer wieder gelang es für die zumeist aus Nachlässen dem Haus anvertrauten Objekten Spitzenergebnisse für die Erben zu erzielen. So spielte im Oktober 2018 das Gemälde „Heimkehr eines kosakischen Reiters“ des polnischen Malers Jozef Brandt 125.000,- ein und zwei Jahre zuvor ging die vielfigurige Darstellung „Country Fair“ des Schotten Alexander Carse für 105.000,- an seinen Ursprungsort nach Edinburgh zurück. Neben diesen Werken, die von einem  internationalen Markt beboten wurden, werden auch die lokalen Maler mit gleicher Sorgfalt bearbeitet und mit ebensolchen Erfolgen versteigert: z.B. Oswald Achenbachs „Blick auf Ischia“ für 49.500,- oder Fritz von Willes „Weinfelder Maar“ für 13.600,-.

In allen Bereichen erfolgt die Katalogisierung nicht nur mit großem Sachverstand, sondern auch mit hohem Verantwortungsbewusstsein gegenüber Auftraggebern und Bietern. 
Für beide Geschäftsführer wie für alle Mitarbeiter ist es Ansporn und Freude zugleich, über mehrere Generationen hinweg das Vertrauen ungezählter Kunden genießen zu dürfen.